Legend Espresso News
Nummer Zwei Fünfundzwanzig.
In den letzten Monaten ist richtig viel passiert. Bevor das Jahr zu Ende geht, möchten wir den Moment nutzen, euch nochmal mitzunehmen und auf den aktuellen Stand zu bringen.
Kurz vorab, damit ihr wisst, wo wir stehen: Unser Team ist weiter gewachsen, wir sind in unsere ersten eigenen Räume gezogen, die im letzten Update erwähnte Finanzierungsrunde II ist gut angelaufen, und die nächste Prototypen-Generation „Legend V.01“ ist inzwischen fast vollständig im CAD umgesetzt. Einige Teile sind sogar schon gefertigt oder gerade in der Produktion.
Los geht’s…
Legend Team
Wir haben wieder Verstärkung bekommen!
Ehrlich gesagt war das auch dringend nötig. Wie einige von euch wissen, ist Legend Espresso in erster Linie ein Leidenschafts-Projekt. Aktuell finanzieren sich alle im Team noch über andere Tätigkeiten, um so effizient wie möglich zu bleiben und den externen Kapitalbedarf bewusst niedrig zu halten.
Das bedeutet: Unser Team besteht ausschließlich aus Menschen, die dieses Projekt feiern, an seinen Erfolg glauben und bereit sind, ihre Zeit und Expertise zu investieren. So können wir ein hochkarätiges Setup aus allen relevanten Disziplinen aufbauen – von Design und Marketing bis hin zu Engineering.
In letzteres, also Konstruktion, Thermodynamik sowie Software- und Hardware-Entwicklung, fließt derzeit der Großteil unserer Ressourcen.
Umso mehr freuen wir uns, Jannes und Frederik jetzt mit im Team zu haben!
Frederik ist eigentlich Konstruktions-Ingenieur bei Bosch, wohnt mit seiner Familie in Stuttgart und als Martin ihn gefragt hat, ob er sich vorstellen könnte, ins Legend Team zu kommen, wirkte es ehrlich gesagt so, als hätte er nur darauf gewartet. 😁
Im Projekt kümmert er sich um das CAD-Design des Gehäuses für das Display und der dahinter liegenden Elektronik.
Da das Legend-Display exakt den gleichen Formfaktor wie das analoge Manometer der Maschine hat, ist es Freddy und Reto gemeinsam gelungen, die komplette Einheit inklusive aller Bedienelemente in ein baugleiches Gehäuse zu integrieren. Das sieht nicht nur ziemlich schick aus, sondern senkt auch noch unsere Produktionskosten und ist langfristig nachhaltiger – yeah!
Jannes ist ausgebildeter CAM-Programmierer – also jemand, der CNC-Maschinen so programmiert, dass aus CAD-Daten echte, präzise Bauteile werden 😉 Nebenbei macht er gerade seinen Techniker.
Er hat sich ziemlich unerwartet bei uns gemeldet, nachdem er von Legend Espresso gehört hatte. Als passionierter Espresso-Nerd war er sofort dabei – und gleichzeitig auf der Suche nach einem Thema für seine Technikerarbeit.
In den letzten Jahren hat sich Jannes intensiv mit dem Thema „werkzeuglose Montage von Baugruppen“ beschäftigt. Das passt perfekt zu unserer Vision: Bei der Legend sollen alle Baugruppen werkzeuglos zugänglich, einfach zu warten und in ein Gehäuse aus nachwachsenden Rohstoffen integriert sein.
Um darüber hinaus weiter an Tempo aufnehmen zu können, haben wir uns gemeinsam entschlossen Eli (Schiele) – dessen Hauptaufgabe in der Konstruktion der Maschinen-Statik und des Gehäuses liegt mit dem Äquivalent einer halben Stelle zu beschäftigen, was sich enorm bemerkbar macht. Mittlerweile ist Legend Espresso seit gut 8 Monaten sein Haupt-Projekt und die Legend V.01 ist jetzt fast vollständig im CAD abgebildet.
Legend V.01
Im letzten Update haben wir euch erzählt, wie unser Plan für die Maschine aussieht. (Falls ihr es verpasst habt: Ab Januar könnt ihr das auch auf der Website nachlesen.) Der sah eigentlich vor, dass wir die ersten Maschinen zum Ende des Jahres stehen haben und testen können.
Jetzt ist Ende des Jahres – und die Maschinen stehen noch nicht. Warum?
Wie schon erwähnt sind wir in der Entwicklung richtig gut vorangekommen. Der Großteil der Teile, die wir von Lieferanten beziehen, liegt bereits für Stückzahl drei auf Lager. Auch erste, speziell für uns gefertigte Teile sind inzwischen da.
Was sich geändert hat, ist unser Plan. Ursprünglich wollten wir die kommenden Prototypen so aufbauen, dass sie im Bezug auf das Design zum ersten Mal echte Legends sind – kein „Frankenstein“ mehr.
In bestimmten Bereichen wollten wir dabei aber noch mit Übergangslösungen arbeiten und Details, die später für die Serie wichtig sind, erst in der nächsten Generation umsetzen.
Als wir dann realisiert haben, wie zeit- und kostenintensiv es ist, komplette Prototypen-Baugruppen neu zu fertigen, haben wir entschlossen unseren Plan zu ändern:
Statt direkt neue fertig Maschinen aufzubauen, haben wir jetzt das komplette Innenleben unseres „Frankenstein Zwei“ auf Legend V.01 Niveau gebracht – also Ventiltechnik, Sensorik, Hardware, Software usw. – und treiben die Entwicklung der Legend V.01 direkt in Richtung Vorserie.
So können wir alle Tests auf dem Frankenstein Zwei auf Legend-Niveau fahren und die Erkenntnisse direkt in die Legend V.01 übernehmen.
Das spart uns am Ende enorm viel Geld – und gibt uns gleichzeitig die Zeit, die Details der Legend V.01 gleich soweit es geht auf Serien-Level auszuarbeiten.
Unterm Strich heißt das: Die drei geplanten Legends werden etwas später aufgebaut als ursprünglich gedacht – aber wenn sie stehen, sind wir der Serie viel näher, als wir es nach dem alten Plan je gewesen wären.
Hier ein paar Eindrücke von den ersten Aufbauten und Bauteilen der Legend V.01
😎
Legend Custom Driptray aus massivem, gebürstetem Edelstahl
(Variante mit poliertem Spiegel für das Arbeiten mit bodenlosem Siebträger)
Legend V.01 Grundstatik mit Drip Tray aus gebürstetem Edelstahl
erste Muster Produktions-Charge des Legend Manometers
erste Muster Produktions-Charge der doppelwandigen Legend Dampflanzen
Legend Headquarter
Ein weiterer Meilenstein für uns und gleichzeitig das Einläuten eines neuen Kapitels für Legend Espresso: wir sind umgezogen!
Diejenigen von euch, die uns schon länger verfolgen, wissen, dass alles im legendären Co-Working Space „FRANZ!werk“ im französischen Viertel in Tübingen begonnen hat. Dort haben wir die ersten Ideen entwickelt, die ersten beiden Prototypen gebaut, die ersten Espressi aus unserer selbst entwickelten Maschine getrunken – und dort hatten wir bis zuletzt unsere „Werkstatt“.
Im Grunde haben wir irgendwann die halbe Werkstatt des Franzwerks dauerhaft belegt und im Hinblick darauf, was wir mit Legend erreichen wollen, war eigentlich schon länger klar, dass wir mehr Raum brauchen – Platz, um zu tüfteln, zu bauen, zu testen und zu wachsen. Und jetzt haben wir den großen Schritt gemacht: Wir sind am neuen Standort angekommen!
Ab dem 1. Januar hat Legend Espresso offiziell eine neue Adresse. Hier können wir die Maschine fertigentwickeln, serienreif machen und sogar die ersten Produktions- und Montageabläufe aufbauen – alles unter einem Dach.
Als wir im Oktober mit der Werkstatt umgezogen sind, sah es dort noch so aus:
Mittlerweile haben wir bereits etwas Hand angelegt und jetzt sieht die Werkstatt so aus:
Finanzierungsrunde II
Dann nochmal zu einem Thema, das für uns als Start-up natürlich eine zentrale Rolle spielt: die Finanzierung.
Wie schon im letzten Newsletter erwähnt, müssen wir uns – so sehr wir auch selbst Herzblut und Arbeit investieren – auch um Kapital kümmern, damit diese Maschine Realität werden kann.
Wir haben immer wieder betont, dass es uns durch den Einsatz unserer eigenen Zeit, unseres Know-hows und unserer Ressourcen gelungen ist, den Fremdkapitalbedarf auf einen Bruchteil dessen zu drücken, was normalerweise für die Entwicklung eines Serienprodukts nötig wäre.
Ganz ohne Kapital geht es aber trotzdem nicht.
Deshalb haben wir im Sommer die Finanzierungsrunde II mit einem Gesamtziel von 250.000 € gestartet.
Einige von euch haben sich direkt nach dem Newsletter bei uns gemeldet – und wir sind ehrlich gesagt überwältigt: Bislang haben wir bereits über 130.000 € an Investitionen erhalten bzw. zugesagt bekommen!!
Das ist mehr als die Hälfte unseres Ziels und für uns alles andere als selbstverständlich. Vielen, vielen Dank an alle, die sich entschieden haben, dieses Projekt zu unterstützen, Teil davon zu werden und gemeinsam mit uns die Legend Wirklichkeit werden zu lassen! Ihr seid der Hammer!!
Um unser Ziel bis Ende 2026 zu erreichen, fehlen uns aktuell noch 120.000 € – wir sind also schon über der Halbzeit.
Deshalb hier nochmal unser Aufruf: Wenn ihr dieses Projekt genauso feiert wie wir, das Potenzial seht und Teil dieser Geschichte werden wollt, dann meldet euch bei uns. Wir haben verschiedene Modelle ausgearbeitet, wie ihr in Legend Espresso investieren könnt – folgt dafür einfach dem Link unten.
Wir sind schon so weit gekommen – jetzt ziehen wir das gemeinsam durch!
Die Perspektive
Wie immer an dieser Stelle: was passiert sonst gerade, was sind die nächsten Schritte?
In den letzten Monaten haben wir gemeinsam – in enger Abstimmung mit Produktdesign und unseren Lieferanten – die Konstruktion weiter vorangetrieben. Für die Legend V.01 sind wir hier inzwischen im Endspurt. Direkt nach den Weihnachtsferien gehen wir ins Design-Review – das ist der letzte Schritt, bevor wir die Teile bei den jeweiligen Fertigern anfragen können. Und dann können wir endlich die ersten Maschinen aufbauen 🚀
David hat ja in den letzten Monaten eine neue Brüheinheit konstruiert, die auch bereits im Frankenstein Zwei verbaut ist. Die ersten Tests sind äußerst vielversprechend, haben aber auch bereits ein paar Schwachstellen aufgezeigt, die wir definitiv für die Serie überarbeiten müssen – David sitzt bereits dran!
Reto hat in der Zwischenzeit eine komplett neue Hardware zur Steuerung der Maschine entwickelt und die dazugehörige Software geschrieben. Diese läuft aktuell – zusammen mit der neuen Sensorik und Aktorik (die wir bereits von seriennahen Lieferanten beziehen) – im Frankenstein Zwei und wird dort Schritt für Schritt getestet. Aus den bisherigen Ergebnissen sind bereits mehrere Revisionsschleifen entstanden, Bugs wurden identifiziert und das System weiter optimiert.
Zusätzlich hat Reto den Legend Companion – unsere Software zum Testen und Kalibrieren der Maschinen – auf ein Level gebracht, bei dem wir uns von jedem beliebigen Endgerät direkt mit den Maschinen in der Werkstatt verbinden, Tests starten und Ergebnisse auslesen können. Reto ist einfach next level. 💪🏼
Parallel dazu entwickelt Jannes unser sogenanntes „Cork-Pack“ – die zentralen Module im Inneren der Maschine, die eine werkzeuglose Montage der Baugruppen ermöglichen. Diese können wir dann direkt auf unserer CNC inhouse als Prototypen fertigen und testen.
Unser klares Ziel ist, im Q1 die ersten Legends aufzubauen – dann können wir euch hoffentlich auch endlich richtig was zeigen.
Vielen vielen Dank für euren Support – falls ihr es noch nicht getan habt, checkt unseren Instagram Kanal aus! Und wenn ihr Feedback habt, gerne her damit!
bis bald
Eure Legend Espressionisten