Legend Espresso News

Nummer Eins Fünfundzwanzig.

Es ist mal wieder Zeit für ein legendäres Update! Was geht mit der Maschine ab, wo stehen wir gerade und wann gibt’s endlich Espresso aus der Legend? 

 

Kurz gesagt: Wir befinden uns in einer extrem spannenden, aber auch anspruchsvollen Phase. Anspruchsvoll nicht im Sinne von: wir haben es schwer mit der Entwicklung oder schwer im Team – im Gegenteil: Es geht gerade wahnsinnig viel vorwärts und das Team wächst weiter!

 

Die Schwierigkeit ist einfach: wir können oder konnten euch an vielen Stellen nicht wirklich am Prozess teilhaben lassen, weil eine „Veröffentlichung“ Implikationen im Bezug auf laufende Design- und Patentanmeldungen haben kann. Wir versuchen im Folgenden mal die Punkte heraus zu greifen, über die wir (bereits) sprechen können – und hoffen ihr feiert es genauso wie wir:

Legend V.01

Wir hatten ja bereits im letzten Newsletter anklingen lassen, dass unser Fokus von nun an ganz auf der Entwicklung der nächsten Generation von Prototypen liegen wird. Mit diesem Schritt lassen wir die Ära „Frankenstein“ endgültig hinter uns –  ab jetzt bauen wir die Legend!

Genauer gesagt, die Legend V.01 – die erste Version, die technisch und optisch schon sehr nah an der Serie sein wird.

Das heißt, ein Großteil der Baugruppen kommt bereits von Lieferanten und Fertigern, die uns potenziell auch für die Serie beliefern können und auch der grundsätzliche, interne Aufbau folgt dem Prinzip der Serientauglichkeit. 

Nur die Kabel- und Fluidikführung wird noch nicht auf Serien-Niveau sein, um uns da noch genügend Flexibilität zu geben. Mit den aus der V.01 gewonnenen Erkenntnissen und dem entsprechenden Feinschliff können wir diese dann in der Folge so auslegen, dass in der finalen Maschine alles schön aufgeräumt ist. Und Leute – das wird der Hammer! Wenn alles läuft wie geplant, lässt sich die Maschine später komplett werkzeuglos öffnen und weitestgehend werkzeuglos warten! 

Wir haben es ja Eingangs schon erwähnt – es ist eine extrem spannende Zeit und wir würden euch gerne etwas mehr am Prozess teilhaben lassen, aber das ist aus bereits genannten Gründen nicht immer so einfach. Damit ihr mal wieder einen Einblick bekommt, woran wir in den letzten Monaten gearbeitet haben, hier mal zumindest ein Rendering vom aktuellen Arbeitsstand des  Äußeren der Legend V.01. Dieses Design haben wir bereits beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen – aber dazu gleich noch mehr:

Wie gesagt, es ist ein Arbeitsstand – quasi jeden Tag gibt es innen wie aussen in vielen Details noch Änderungen. #erwartungsmanagement 

Denn über die letzten Monate war alles was wir tun, jede Entscheidung, die wir im Hinblick auf Design, Konstruktion, auf die verwendeten Bauteile und Fertigungsmöglichkeiten treffen, darauf ausgerichtet, eine Lösung zu finden, die eben nicht nur im Testaufbau funktioniert, sondern auch serientauglich ist.

Das bedeutet enorm viel recherchieren, austauschen mit potenziellen Lieferanten, abgleichen mit den Ingenieuren, Design Review, wieder recherchieren etc. 

Das klingt anstrengend – ist es auch, aber es macht gleichzeitig unglaublich Bock zu sehen, wie aus der Vision, die zu Beginn nichts weiter war, als eine Skizze auf Papier, langsam aber sicher Realität wird. Und es motiviert uns zu spüren, welchen Rückenwind und Unterstützung wir als kleines Startup von vielen Seiten bekommen und auf wieviel Begeisterung wir  – auch von Lieferanten – stoßen!

Neue Partner

Apropos Lieferanten: Es scheint, als würden wir hier etwas kreieren, mit dem so viele, wie wir sagen würden,  „relaten“ können – also einen Bezug dazu haben. Die Gründe sind so divers wie die besonderen Aspekte der Legend. 

 

Guter Kaffee ist natürlich bei vielen ein Thema, aber darüber hinaus treffen wir auf unserem Weg – beispielsweise auf der Suche nach nachhaltigen und recycelten Materialien und Rohstoffen für die Legend, auf andere Menschen und Unternehmen, die überzeugt sind, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen ein elementarer Bestandteil von Produktentwicklung sein muss. Dass es diesbezüglich einen Wandel braucht und sie diesen, genau wie wir, aktiv mit gestalten wollen.

 

Im Moment experimentieren wir zum Beispiel für die Seitenwände mit einem Material, dass sich „Paperstone“ nennt. Ein extrem hochwertiger Werkstoff mit toller Haptik, der im Grunde nur aus gepresstem Altpapier und natürlichen Pigmenten besteht. Als Bindemittel wird ein Phenolharz verwendet, dass ein Abfallprodukt der Cashew Industrie ist.

 

paperstone

Paperstone

Ein Weiteres nennt sich „Polygood“. Ebenso ein sehr hochwertiger Plattenwerkstoff, der speziell für  Architektur und Interior-Design konzipiert wurde. Er besteht zu 100% aus recyceltem Polystyrol – ein Kunststoff, der in vielerlei Haushaltselektronik Verwendung fand und findet. Dazu wird der „Schrott“ eingeschmolzen und zu Granulat verarbeitet. Und aus diesem Granulat entstehen dann die neuen Platten – komplett in Kreisläufen (Cradle 2 Cradle zertifiziert), ohne Zusätze und mit Hilfe von erneuerbaren Energien produziert. Farbgebend ist dabei immer der Ausgangsstoff. Weiße Platten bestehen beispielsweise aus der Innenverkleidung alter Kühlschränke.

Polygon

Polygood

Beides lässt sich ähnlich wie Holz verarbeiten, ist FDA zertifiziert (zugelassen für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln), super robust und Abfälle können direkt in den Kreislauf zurück geführt und neu verarbeitet werden! Passt also 100% in unser Konzept!

 

Für die thermische und akustische Isolierung im Innenraum kommt bei uns Kork aus Portugal zum Einsatz, der direkt vor Ort verarbeitet wird und uns nicht nur eine gut gedämmte Maschine ermöglicht, sondern auch hilft, unseren Ansatz der werkzeuglosen Wartung umzusetzen. Wie genau wir das tun, dazu erzählen wir in einem kommenden Update mehr!

 

Jedenfalls, wir finden so gerade auf vielen Ebenen neue Partner, die unser Projekt mit uns feiern, das Potenzial darin sehen und ein Teil davon sein wollen – und dass ist superwichtig, um diese Maschine Realität werden zu lassen!

Design Anmeldung

Wie eingangs erwähnt, haben uns in den letzten Monaten auch die Themen Designschutz und Patente intensiv beschäftigt – was die offene Kommunikation mit euch stellenweise erschwert hat. Besonders das Thema Patente wird uns noch eine Weile begleiten.

Mittlerweile haben wir jedoch zentrale Designelemente der Legend beim Deutschen Patent- und Markenamt registrieren lassen – und können sie euch jetzt auch endlich zeigen!

Geschützt ist nicht nur das Gesamtdesign der Maschine, wie auf den Renderings oben zu sehen, sondern auch einzelne, charakteristische Details, die das Erscheinungsbild der Legend prägen.

 

Damit ihr euch ein Bild machen könnt wie so etwas aussieht: Hier ein Auszug aus der Designanmeldung der Brühgruppe. Auf den ersten Blick vielleicht nicht spektakulär – aber beim Designschutz geht’s um die Form, und die muss klar und reduziert dargestellt werden:

Letzte Woche kam der Zuwendungsbescheid – wir werden mit einer Fördersumme von bis zu 16.000 Euro gefördert!! Hurra!! Parallel zur Patentrecherche läuft auch die Anmeldung und Eintragung unseres ikonischen Legend Designs. Apropos Design…

Design Anmeldung

Darüber hinaus haben wir diverse Varianten des ikonischen Bogens, welcher als Fußgestell das Fundament der Statik unserer Maschine darstellt, sowie verschiedene Materialkomibinationen (u.a. auch schon mit den oben genannten recycelten Werkstoffen) eintragen lassen.

Finanzierungsrunde II

Damit wir aber das Ding durchziehen und die Legend auf die Straße bringen können, brauchen wir eure Unterstützung. Diejenigen von euch, die das Projekt schon länger verfolgen, wissen, dass wir 2024 unsere erste Finanzierungsrunde in Höhe von 50.000 Euro erfolgreich bewältigt haben. 

 

An dieser Stelle nochmal: ein Riesen Dankeschön geht raus an die Investoren und Investorinnen, die das möglich gemacht haben!! Finanzierungsrunde I sollte uns ermöglichen, mehr Kapazitäten zu bündeln und vor allem aber auch Prototypen Teile für die Legend V.01 fertigen zu lassen, was einfach extrem kostspielig ist. Das läuft bislang sehr gut, aber um jetzt in diesem Tempo weitermachen können, müssen wir auch direkt die längerfristige Finanzierung sicherstellen.

 

Wie 2024 bereits angekündigt, planen wir für 2025/26 eine weitere Finanzierungsrunde – diesmal über insgesamt 250.000 Euro. Damit wollen wir die Legend in Serie bringen: inklusive Werkzeugbau (Gussformen etc.), Infrastrukturkosten wie Miete und nicht zuletzt der Zertifizierung für die Marktzulassung.

 

Für manche von euch hört sich das möglicherweise nach relativ viel Geld an. Diejenigen unter euch allerdings, die selbst bereits ein Unternehmen aufgebaut haben, um ein Serien-Produkt zu realisieren, wissen, wie extrem, schlank das kalkuliert ist.

 

Man muss sich einfach mal vor Augen führen, was wir bisher mit insgesamt nur 55.000 Euro geschafft haben: ein 15-köpfiges Team, zwei funktionierende Prototypen, mehre Maschinen der dritten Prototypen Iteration im Aufbau – und das mit weniger als einem Jahresgehalt eines einzelnen Ingenieurs! 

 

Das alles ist nur möglich, weil wir alle mit Herzblut dabei sind, weil wir uns fast alle bislang anders finanzieren und unsere Arbeit und unsere Expertise als Investition einbringen. Das funktioniert nur, weil wir alle dran glauben und weil wir davon überzeugt sind, dass die Legend mit all ihren Facetten ein enormes Potenzial hat. 

 

Vielleicht sind wir nicht ganz so schnell, wie ein Start-Up, dass sich allein basierend auf einer Idee mit Kapital im 7-stelligen Bereich ausstattet und damit Leute einkauft, oder externe Entwicklungsbüros beauftragt. Aber dafür sind wir deutlich effizienter und machen uns nicht abhängig von großen Investoren, denen es vor allem um schnelle Rendite geht. Und genau das gibt uns die Freiheit, die Legend zu etwas zu machen, was wirklich Substanz hat und Maßstäbe setzt!

 

Falls ihr finanziell die Möglichkeiten habt, ist jetzt der beste Zeitpunkt, um in dieses legendäre Projekt zu investieren! Denn bildhaft gesprochen kann man sagen: wir fahren zwar noch mit Fernlicht, aber wir fahren auf Sicht!

 

Wir waren noch nie so klar über unser Ziel und die Schritte dorthin, wir haben mit unseren ersten beiden Prototypen gezeigt, dass wir eine innovative High-End Espresso Maschine bauen können, die in vielerlei Hinsicht einzigartig ist. Wir werden noch in diesem Jahr die ersten drei Legend V.01 Prototypen vorstellen – und mit eurer Hilfe werden wir sie in Serie bringen und beweisen, dass die Legend nicht nur auf dem internationalen Markt erfolgreich, sondern auch in Sachen nachhaltiges Produktdesign richtungsweisend sein kann.

 

Wenn ihr also das Potenzial habt und Teil dieser Geschichte werden wollt – jetzt ist die Zeit! Folgt einfach dem Link unten und helft uns, aus der Vision Realität werden zu lassen – wir haben uns verschiedene Modelle überlegt, wie ihr in Legend Espresso investieren könnt:

Die Perspektive

Was passiert sonst gerade, was sind die nächsten Schritte?

 

Aktuell fließt der Großteil unserer Energie in Design und Konstruktion.

Martin und Viktor haben sich durch unzählige Entwürfe und Tropfblech-Iterationen gearbeitet – in enger Abstimmung mit Fertigern und Ingenieuren. Die finale Variante steht und ist auch oben im Rendering zu sehen: ein monolithischer Look aus satiniertem oder gebürstetem Edelstahl, schlank, präzise – ohne klapperndes Einlegeblech. Wenn ihr zum ersten Mal eine Tasse darauf abstellt, wisst ihr, was wir meinen… 😉

 

Eli S. hat das Ganze weiter verfeinert und anschließend die Statik konstruiert. Erste Teile wie die Maschinenfüße sind bereits in der Fertigung, weitere Gehäusekomponenten stehen kurz davor. Außerdem haben sich Martin und Eli intensiv mit der Hebelmechanik befasst – inklusive Prototypenbau. Wir haben ein sehr klares Bild davon, wie sich das anfühlen muss – und es fühlt sich gut an 😎.

 

David arbeitet parallel am Innenleben der neuen Legend-Brüheinheit (oben im Rendering zu sehen). Im Vergleich zum Vorgänger ist das eine komplette Neukonstruktion: mit kürzeren Aufheizzeiten, sofortiger Temperaturanpassung und verbesserter Isolation. Auch hier geht’s bald in die Fertigung und Testphase. Im Anschluss entwickelt David das äußere Design des Brühkopfs fertig und integriert dessen Anbindung an die Statik der Legend V.01.

 

Und währenddessen? Hat Reto im Alleingang das neue Legend “Core Board” entwickelt – das Herzstück unserer Maschine – plus das “UI-Board”, eine kleine Platine – kaum größer als das OLED-Display selbst, die alle Infos von Schaltern, Hebeln und Knöpfen verarbeitet und direkt an Display und das Core-Board weitergibt.

core board & UI board

Diese Boards sind beide bereits fertig und werden momentan bestückt und dann getestet.

 

Martin hat inzwischen das Design der Dampf- und der Heißwasserlanze für die Legend V.01 umgesetzt (auch oben im Rendering zu sehen) und Prototypen zur Fertigung beauftragt. Beide sind selbstverständlich doppelwandig für eine bessere Isolation nach außen. Darüber hinaus wurde das Design mit dem Hersteller so abgestimmt und die Biegeradien so gewählt, dass sich anders als bei quasi allen anderen Espressomaschinen, die Mutter der Dampflanze abnehmen und die darunter liegende Dichtung tauschen lässt. Üblicherweise muss dafür sonst die ganze Dampflanze getauscht werden – nicht bei der Legend. 👍🏽

 

Aufbauend auf Elis Konstruktion der Hebelmechanik hat Martin das Design der V.01-Hebelgruppe entworfen – also den sichtbaren Edelstahlsockel und den Griff. Außerdem hat er das erste Legend-Manometer gestaltet und bereits als Prototyp umgesetzt:

 

Es geht jetzt beim Hersteller in Italien in die Testproduktion für unsere Legend V.01!

 

Die Marketing Crew um Eli T., Anastasia und Martin bereiten gerade den Aufbau eines YouTube Kanals vor, so dass wir auch auf diesem Wege die Möglichkeit haben, euch jenseits von Instagram Posts und Reels auch in einem längeren Format am Geschehen teilhaben zu lassen.

 

Unser nächstes großes Etappenziel: Bis September sollen drei voll funktionsfähige Maschinen der Legend V.01 stehen. Die gehen dann in die Intensiv-Testphase – und mindestens eine davon geht mit uns auf Tour. Das heißt: Legend live, Espresso inklusive! 

 

Bis dahin läuft alles auf Hochtouren: konstruieren, Teile checken, Maschinen aufbauen – und vielleicht haben wir auch die Möglichkeit, bei dem ein oder anderen Fertiger mal mit der Kamera live dabei zu sein, wenn für uns gefräst, gelasert, oder gegossen wird… 🚀

 

 

Tja, eigentlich hatten wir uns vorgenommen, diese News mal etwas kürzer zu halten…hat so mittelgut geklappt 😬

 

1000 Dank für euren Support und für’s dabei bleiben – falls ihr es noch nicht getan habt, checkt unseren Instagram Kanal aus! Und wenn ihr Feedback habt, gerne her damit!

 

bis bald

Eure Legend Espressionisten